3-Königinnen-Palais Mirow

3-Königinnen-Palais Mirow

3-Königinnen-Palais Mirow

Die Geschichte der mecklenburgischen Königinnen begann mit einem Brief der jungen Prinzessin Sophie Charlotte an den preußischen König Friedrich II, in welchem sie das Elend beklagte, das die preußische Armee im siebenjährige Krieg über ihre Heimat gebracht hatte. Mit diesem Brief machte die Prinzessin aus dem kleinen und ansonsten politisch völlig unbedeutenden Herzogstum Mecklenburg-Strelitz auch den englischen König Georg III auf sich aufmerksam, der von der Brillanz der verwendeten Rhetorik und der Anmut der jungen sechzehnjährigen mecklenburgischen Prinzessin dermaßen begeistert war, dass er sie unbedingt zu seiner Königin machten wollte. Da später auch zwei ihrer Nichten zu Königinnen wurden, Prinzessin Louise zur Königin von Preußen und Prinzessin Friederike zur Königin von Hannover, konnte sich das Herzogshaus von Mecklenburg-Strelitz mit drei Königinnen rühmen, denen der Großteil der Ausstellung im 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel Mirow gewidmet wurde.

Marienkirche Waren (Müritz)

Marienkirche Waren (Müritz)

Marienkirche Waren (Müritz)

Das Panorama der historischen Altstadt von Waren dominieren die Kirchtürme der beiden Pfarrkirchen, wobei der mit einer barocken Turmhaube geschmückte Turm der Marienkirche dann doch die meiste Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen kann. Aber nicht nur deshalb, denn im Kirchturm befindet sich auf einer Höhe von etwa 45 Metern eine Aussichtsplattform, von welcher man nach der Überwindung von 176 Stufen einen guten Ausblick über die Dächer der Stadt geboten bekommt, wobei man bei klarer Sicht bis weit auf die Müritz blicken kann. Der Ursprung der Warener Marienkirche liegt relativ weit zurück, denn bei der Errichtung der Kirche wurde auf die noch vorhandene Bausubstanz der ehemaligen Burgkapelle zurückgegriffen. Von diesem Bau sind die im romanischen Stil aus Feldsteinen gemauerte Chor und die Sakristei erhalten geblieben. Mit dem Wachstum der Stadt genügte diese nicht mehr den Ansprüchen und musste baulich erweitert werden. Aus diesem Grund errichtete man ein zusätzliches Langhaus, welches ursprünglich dreischiffig ausgeführt wurde.

Burg Nehringen

Burg Nehringen

Burg Nehringen

Mehrere hundert Turmhügel zeugen noch heutzutage von der einstigen Ostexpansion deutscher Ritter in die zu dieser Zeit von Slawen besiedelten Gebiete welche sich östlich der Elbe befanden. Ein Problem mit dem sich die neuen Landbesitzer konfrontiert sahen, war der Schutz vor Räubern und feindlich gesinnten Nachbarn. Ein in diese Zeit verbreiteter Burgentyp bot ihnen eine preiswerte Lösung. Ähnlich wie schon die Slawen zuvor begannen sie die landschaftlichen Gegebenheiten für ihre Verteidigung zu nutzen oder künstlich zu schaffen. Eine Turmhügelburg zu errichten war relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen. Hierfür hob man einen ringförmigen Graben aus und schütte den Aushub auf einen in diesem befindlichen künstlichen Hügel auf, in dem oft auch ein aus Feldsteinen gemauerter Keller zu finden war. Auf diesem Berg befand sich ein mehrgeschossiger Turm, der entweder aus Holz oder aus Fachwerk errichtet wurde. Größere Anlagen besaßen eine oder mehrere Vorburgen, ärmere Ritter wiederum konnten sich nur eine einfache Turmhügelburg leisten, auf der nur ein einfacher Turm stand.

Martin Anderson Nexö Denkmal Greifswald

Martin Anderson Nexö Denkmal  Greifswald

Martin Anderson Nexö Denkmal Greifswald

Eine Umwidmung fand bei diesem Denkmal statt. Ursprünglich war auf dem drei Meter hohen Findling, welcher aus einem Hühnengrab bei Klein Zastrow stammt, ein Eisernes Kreuz und eine Inschrift zu lesen, welche an die im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des 42. Regiments erinnern sollte, welches in der ehemaligen Kaserne am heutigen Platz der Freiheit stationiert war. In dieser Form war er noch als der 42er Stein bekannt. Nach dem zweiten Weltkrieg und der anschließenden Besetzung Ostdeutschland wurden zahlreiche militaristische Denkmäler zerstört. Auch dieses Denkmal sollte den Anweisungen zufolge von seinem Platz entfernt und der Stein an seinen ursprünglichen Platz zurückgebracht werden.

Verkaufsoffene Sonntage in Schwerin

der Winzermarkt in Schwerin

der Winzermarkt in Schwerin


Nach den Bestimmungen der Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern (BädVerkVO M-V) zählt die Landeshauptstadt Schwerin mit zu den anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Einer der Gründe ist zweifelsfrei das Schweriner Schloss, das zusammen mit dem umliegenden Schlosspark und den benachbarten Museen und Ausstellungen zahlreiche Besucher in die Stadt zieht. Hier macht es sich aber deutlich bemerkbar, dass Schwerin, genau wie die beiden Hansestädte Rostock und Greifswald nicht zu den Weltkulturerbestädten gehören, welche nach dieser Verordnung die Möglichkeit haben, in jedem Jahr an insgesamt sechzehn Sonntagen die Läden in den historischen Altstädten zu öffnen. Mit insgesamt sechs zugestandenen Terminen sind es deutlich weniger Sonntage, an denen die Schweriner Altstadt nachmittags deutlich belebter ist, als sonst. Den Vorteil, den beispielsweise die Hansestadt Rostock hat, die mit dem Ostseebad Warnemünde ein eigenes Ostseebad besitzen, in dem von Mitte März bis Ende Oktober an jedem Sonntag die Läden öffnen dürfen, hat die Landeshauptstadt zwar nicht, dafür aber die Bestrebung, die wenigen verkaufsoffenen Sonntage auf diejenigen Wochenenden zu legen, an welchen größere Veranstaltungen in Schwerin stattfinden.

Doberaner Münster

Doberaner Münster

Doberaner Münster

Berno hieß der Mönch aus dem Zisterzienserkloster Amelungsborn, der im Jahre 1156 in das Land der Obotriten kam, um diese zum Christentum zu bekehren. Kein Geringerer als Heinrich der Löwe machte ihm zum Bischof von Mecklenburg, eine Aufgabe die er gerne annahm. Nachdem die zerstörte Burg in Schwerin im Jahre 1160 wieder aufgebaut wurde, verlegte Berno den Sitz seines Bistums nach Schwerin. Von hier aus sollte die weitere Christianisierung Mecklenburgs weitergehen. Von allen Mönchen die je mecklenburgischen Boden betraten, dürfte Berno wohl derjenige gewesen sein, der hierzulande die meisten Spuren hinterlassen hat. Nicht nur der Schweriner Dom zeugt von seinem Gründer, auch die viele Kirchen und einige Klöster sind auf sein Wirken zurückzuführen. Auch bei der Zerstörung der Jaromarsburg am Kap Arkona im Jahre 1168 sollte er teilnehmen, schließlich hatte er vor, sämtliches Land nördlich der Peene seinem neuen Bistum zugehörig zu machen.

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Als General Wallenstein ging Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein in die Geschichte ein, der ein auch paar Jahre als Herzog Albrecht VIII. zu Mecklenburg die Geschicke des Herzogtums führen sollte. In relativ zentraler Lage seines Herrschaftsgebietes befand sich die Stadt Güstrow, deren Schloss eine angemessene Residenz für ihn darstellte. Dieses ließ sich einst Ulrich von Mecklenburg errichten, welcher im Jahre 1556 Regent des Teilherzogtums Mecklenburg-Güstrow wurde. Während sein Bruder Johann Albrecht im repräsentativen Schloss von Schwerin residierte, aus dieser Zeit stammt das mit roten Terrakottaplatten geschmückte Lange Haus, welches sich bis heute erhalten hat, und sich in Wismar den Fürstenhof errichten ließ, konnte man seine Güstrower Burg als relativ schlicht bezeichnen. Diese stammte aus der Erbmasse der Fürsten von Werle, wurde von diesen anstelle der vormaligen Burg Güstrowe Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet und als Residenz auserkoren. Ein Feuer sollte Ulrich entgegenkommen, denn durch den zerstörten Südflügel seiner Burg hatte er einen guten Vorwand etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich an dessen Stelle ein repräsentatives Schloss bauen zu lassen.

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Einzig der Bergfried, Mauerreste und ein paar Nebengebäude zeugen heutzutage von der einstigen Burganlage, welche die frühere Grenze zwischen Pommern und Brandenburg sicherte. Schon zu früheren Zeiten siedelten sich am Ufer der Randow die Ukranen an, wo eine Furt den idealen Standort für eine Burg bildete, welche das westlich der Randow gelegene Land der Ukranen vor den Übergriffen ihrer Nachbarn schützen sollte. Die unter dem Namen Lokenitza bekanntgewordene slawische Burganlage war von Mooren und Sümpfen umgeben, die Ukranen nutzten wie bei allen slawischen Burgbauten die natürlichen Begebenheiten der Landschaft, um ihre Burg Lokenitza zu errichten. Dank der Via Imperii die von Stettin aus in Richtung Süden verlief, war der Standort der Burg auch für Barnim I. von Pommern interessant, der im Jahre 1236 durch den Vertrag von Kremmen große Ländereien an die brandenburgischen Markgrafen verlor und nun begann sein Herrschaftsgebiet mittels Errichtung von Burgen und Gründungen von Städten zu sichern. Zu diesen zählen unter anderem die Städte Prenzlau, Stettin, Anklam und Ueckermünde, anstelle der slawischen Burganlage wachte nun eine aus Backsteinen errichtete Burg über die Furt über die Randow.

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Bogislaw X. war in keiner allzu guten Verhandlungsposition. Sein Großvater Barnim I. konnte im Jahre 1250 zwar durch den Vertrag von Landin die bestehende Eventualsukzession tilgen, die einst Wartislaw III. im Vertrag von Kremmen den brandenburgischen Markgrafen zusagte, durch den auch die Uckermark brandenburgisch wurde, die durch die Lehnshoheit resultierende Pflichten sollten die pommerschen Herzöge aber nicht so recht erfüllen, so dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Pommern und Brandenburgern kam. Im Jahre 1270 geriet durch den ersten Frieden von Prenzlau ganz Pommern unter die Lehnshoheit der Brandenburger, dass die pommerschen Herzöge auf diese nicht allzu gut zu sprechen waren dürfte verständlich sein. Im Jahre 1477 heiratete Herzog Bogislaw X. Margarete von Brandenburg in Prenzlau, eine Hochzeit welche eine größere Auseinandersetzung nach sich ziehen sollte, denn diese gebar ihm keine Kinder. An dieser Stelle betritt ein gewisser Werner von der Schulenburg das Parkett der Geschichte, der diese pikante Angelegenheit für beide Seiten gütlich regeln sollte.

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Wahrscheinlich dürften es schwere Zerstörungen gewesen sein, welche das Kloster Eldena bewogen haben, sich von seinem im Jahre 1219 gegründeten Gut Griebenow zu trennen und die Familie von Rausche zu verkaufen. Während des Rügischen Erbfolgekrieges zogen die Mecklenburger Oktober des 1327 Jahres plündernd in Richtung Greifswald und mussten sich vor Griebenow geschlagen geben. Bekanntlich verloren sie nicht nur diese Schlacht, sondern auch den Rügischen Erbfolgekrieg, so dass die pommerschen Herzöge letztendlich in den Besitz des Fürstentum Rügen gelangen sollten. Dann legte sich der Nebel der Geschichte über den Ort, der sich erst wieder nach dem Dreißigjährigen Krieg lichten sollte, als der der Besitz vakant wurde, da die von Rausches, wie auch die pommerschen Herzöge, während des Krieges im Mannesstamm ausstarben. Der deutschstämmige schwedische Finanzbeamte Gerdt Antoniison Kewenbringk sollte es sein, dem die schwedische Krone mit der Verwaltung der herzoglichen Ämter betraute. Diese war offensichtlich mit seiner Arbeit so zufrieden, dass er später auch zum Kämmerer für die pommerschen und mecklenburgischen Besitzungen ernannt wurde.