Doberaner Münster

Doberaner Münster

Doberaner Münster

Berno hieß der Mönch aus dem Zisterzienserkloster Amelungsborn, der im Jahre 1156 in das Land der Obotriten kam, um diese zum Christentum zu bekehren. Kein Geringerer als Heinrich der Löwe machte ihm zum Bischof von Mecklenburg, eine Aufgabe die er gerne annahm. Nachdem die zerstörte Burg in Schwerin im Jahre 1160 wieder aufgebaut wurde, verlegte Berno den Sitz seines Bistums nach Schwerin. Von hier aus sollte die weitere Christianisierung Mecklenburgs weitergehen. Von allen Mönchen die je mecklenburgischen Boden betraten, dürfte Berno wohl derjenige gewesen sein, der hierzulande die meisten Spuren hinterlassen hat. Nicht nur der Schweriner Dom zeugt von seinem Gründer, auch die viele Kirchen und einige Klöster sind auf sein Wirken zurückzuführen. Auch bei der Zerstörung der Jaromarsburg am Kap Arkona im Jahre 1168 sollte er teilnehmen, schließlich hatte er vor, sämtliches Land nördlich der Peene seinem neuen Bistum zugehörig zu machen.

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Als General Wallenstein ging Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein in die Geschichte ein, der ein auch paar Jahre als Herzog Albrecht VIII. zu Mecklenburg die Geschicke des Herzogtums führen sollte. In relativ zentraler Lage seines Herrschaftsgebietes befand sich die Stadt Güstrow, deren Schloss eine angemessene Residenz für ihn darstellte. Dieses ließ sich einst Ulrich von Mecklenburg errichten, welcher im Jahre 1556 Regent des Teilherzogtums Mecklenburg-Güstrow wurde. Während sein Bruder Johann Albrecht im repräsentativen Schloss von Schwerin residierte, aus dieser Zeit stammt das mit roten Terrakottaplatten geschmückte Lange Haus, welches sich bis heute erhalten hat, und sich in Wismar den Fürstenhof errichten ließ, konnte man seine Güstrower Burg als relativ schlicht bezeichnen. Diese stammte aus der Erbmasse der Fürsten von Werle, wurde von diesen anstelle der vormaligen Burg Güstrowe Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet und als Residenz auserkoren. Ein Feuer sollte Ulrich entgegenkommen, denn durch den zerstörten Südflügel seiner Burg hatte er einen guten Vorwand etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich an dessen Stelle ein repräsentatives Schloss bauen zu lassen.

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Einzig der Bergfried, Mauerreste und ein paar Nebengebäude zeugen heutzutage von der einstigen Burganlage, welche die frühere Grenze zwischen Pommern und Brandenburg sicherte. Schon zu früheren Zeiten siedelten sich am Ufer der Randow die Ukranen an, wo eine Furt den idealen Standort für eine Burg bildete, welche das westlich der Randow gelegene Land der Ukranen vor den Übergriffen ihrer Nachbarn schützen sollte. Die unter dem Namen Lokenitza bekanntgewordene slawische Burganlage war von Mooren und Sümpfen umgeben, die Ukranen nutzten wie bei allen slawischen Burgbauten die natürlichen Begebenheiten der Landschaft, um ihre Burg Lokenitza zu errichten. Dank der Via Imperii die von Stettin aus in Richtung Süden verlief, war der Standort der Burg auch für Barnim I. von Pommern interessant, der im Jahre 1236 durch den Vertrag von Kremmen große Ländereien an die brandenburgischen Markgrafen verlor und nun begann sein Herrschaftsgebiet mittels Errichtung von Burgen und Gründungen von Städten zu sichern. Zu diesen zählen unter anderem die Städte Prenzlau, Stettin, Anklam und Ueckermünde, anstelle der slawischen Burganlage wachte nun eine aus Backsteinen errichtete Burg über die Furt über die Randow.

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Bogislaw X. war in keiner allzu guten Verhandlungsposition. Sein Großvater Barnim I. konnte im Jahre 1250 zwar durch den Vertrag von Landin die bestehende Eventualsukzession tilgen, die einst Wartislaw III. im Vertrag von Kremmen den brandenburgischen Markgrafen zusagte, durch den auch die Uckermark brandenburgisch wurde, die durch die Lehnshoheit resultierende Pflichten sollten die pommerschen Herzöge aber nicht so recht erfüllen, so dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Pommern und Brandenburgern kam. Im Jahre 1270 geriet durch den ersten Frieden von Prenzlau ganz Pommern unter die Lehnshoheit der Brandenburger, dass die pommerschen Herzöge auf diese nicht allzu gut zu sprechen waren dürfte verständlich sein. Im Jahre 1477 heiratete Herzog Bogislaw X. Margarete von Brandenburg in Prenzlau, eine Hochzeit welche eine größere Auseinandersetzung nach sich ziehen sollte, denn diese gebar ihm keine Kinder. An dieser Stelle betritt ein gewisser Werner von der Schulenburg das Parkett der Geschichte, der diese pikante Angelegenheit für beide Seiten gütlich regeln sollte.

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Wahrscheinlich dürften es schwere Zerstörungen gewesen sein, welche das Kloster Eldena bewogen haben, sich von seinem im Jahre 1219 gegründeten Gut Griebenow zu trennen und die Familie von Rausche zu verkaufen. Während des Rügischen Erbfolgekrieges zogen die Mecklenburger Oktober des 1327 Jahres plündernd in Richtung Greifswald und mussten sich vor Griebenow geschlagen geben. Bekanntlich verloren sie nicht nur diese Schlacht, sondern auch den Rügischen Erbfolgekrieg, so dass die pommerschen Herzöge letztendlich in den Besitz des Fürstentum Rügen gelangen sollten. Dann legte sich der Nebel der Geschichte über den Ort, der sich erst wieder nach dem Dreißigjährigen Krieg lichten sollte, als der der Besitz vakant wurde, da die von Rausches, wie auch die pommerschen Herzöge, während des Krieges im Mannesstamm ausstarben. Der deutschstämmige schwedische Finanzbeamte Gerdt Antoniison Kewenbringk sollte es sein, dem die schwedische Krone mit der Verwaltung der herzoglichen Ämter betraute. Diese war offensichtlich mit seiner Arbeit so zufrieden, dass er später auch zum Kämmerer für die pommerschen und mecklenburgischen Besitzungen ernannt wurde.