Cartoonair am Meer Prerow

Cartoonair am Meer in Prerow

Cartoonair am Meer in Prerow

In der Zeit von Mitte Juni bis Mitte September verwandelt sich der Garten des Kulturkaten Kiek In in Prerow zu einem der beliebtesten Ausstellungsorte auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Mit den Besucherzahlen des Natureum Darßer Ort kann die alljährlich stattfindende Freiluftausstellung zwar nicht ganz mithalten, dafür wandern viel zu viele Urlaubsgäste an den Darßer Ort. Im Vergleich dazu dürften die Besucher des Prerower Karikaturen-Freiluftfestivals aber deutlich mehr zum Lachen haben. Dafür sorgen die mehr als zweihundert auf wetterfestem Material gedruckten Karikaturen, welche bei jedem Wind und Wetter auf ihr Publikum warten. Seitdem im Jahre 2008 das Cartoonair am Meer ins Leben gerufen wurde, damals befand sich übrigens die Ausstellungsfläche noch in unmittelbarer Nähe der Seebrücke, stiegen nicht nur die Besucherzahlen der Ausstellung an, sondern auch die Anzahl der Cartoonisten, welche ihre Arbeiten für das Cartoonair am Meer zur Verfügung stellen. Mit mehr als fünfzig der renommiertesten und beliebtesten Vertretern ihrer Zunft, bietet die Ausstellung einen wunderbaren Überblick über die verschiedenen Zeichenstile und den mehr oder weniger speziellen Humor ihrer Schöpfer.

Weißenbornsches Haus Greifswald

Weißenbornsches Haus Greifswald

Weißenbornsches Haus Greifswald

Wenn man vor diesem heutzutage unter dem Namen Weißenbornsches Haus bekannte Wohnspeicherhaus steht, dann ist den wenigsten Leuten überhaupt bewußt, daß es sich um den größten Speicherbau handelt, welcher während der Zeit des Mittelalters im gesamten südlichen Ostseeraum errichtet worden ist. Das heutige Aussehen erhielt das Haus bei einem Umbau im Jahre 1861, bei der die Fassade im neogotischen Stil umgestaltet wurde. Auch einige andere bauliche Veränderungen wurden vorgenommen, wobei aber die ursprüngliche Anzahl der Etagen erhalten geblieben ist. So besaß das Haus zwei Geschosse über denen sich sieben weitere Speicherböden befanden. Diesen Umbau ließ der damalige Eigentümer Johann Philipp Hermann Weißenborn, einem reichen Greifswalder Kornhändler, welcher auch das Schloss Ludwigsburg besaß, durch den Greifswalder Stadtbaumeister Moritz Becherer durchführen. Im Laufe der Zeit erfuhr das Gebäude zahlreiche Umbauten, aber der Dachstuhl stammt schon aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Ristorante Pulcinella Greifswald

Ristorante Pulcinella Greifswald

Ristorante Pulcinella Greifswald

In Greifswald findet man zwar recht viele italienische Restaurants, einen guten Italiener muss man aber erst einmal finden. Mit einem Besuch im Ristorante Pulcinella ist diese Suche aber schnell zu Ende. Das Ristorante Pulcinella ist in einem schlicht gestalteten Kellergewölbe am Anfang des Schuhagens zu finden. Recht übersichtlich gehalten ist auch die Speisekarte. Das Besondere am Pulcinella sind die täglich wechselnden italienischen Spezialitäten, welche dort den Gästen angeboten werden. Für diejenigen, welche auch einmal etwas anderes als die üblichen Standard-Pastagerichte und Pizzen essen möchten, ist das Ristorante Pulcinella eine gute Wahl.

Adresse: Schuhagen 30 – 17489 Greifswald
Telefon: 03834-888738
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 12:00 – 23:00 Uhr – Sonntag 12:30 – 22:00 Uhr

Museumshaus Stralsund

Museumshaus Stralsund

Museumshaus Stralsund

Bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt von Stralsund könnte man das Museumshaus fast übersehen, denn der Abschnitt der Mönchstraße, an dem sich dieses Haus befindet, gehört zur der belebten Einkaufsmeile von Stralsund, welche vom Neuen Markt über den Appolonienmarkt und der Ossenreyerstraße zum Alten Markt mit dem berühmten Rathaus führt. Falls man sich für die Baugeschichte und die Nutzung mittelalterlicher Kaufmannshäuser interessiert, sollte man sich dieses architektonische Kleinod etwas genauer anschauen, welches nach einer gründlichen Sanierung seit dem Jahre 1999 eine Außenstelle vom Kulturhistorischen Museum ist.

Rathaus Stralsund

das Rathaus in Stralsund

das Rathaus in Stralsund

Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund ist zweifelsfrei das Rathaus der Stadt, welches sich auf der Südseite des Alten Marktes befindet. Nachdem Stralsund im Jahre 1234 das Stadtrecht erhalten hatte, begann man etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Errichtung eines Rathauses. Das Rathaus wurde als Komplex mit vier Flügeln errichtet zwischen denen Durchgänge verlaufen. Der Durchgang, welcher von Westen in Richtung Osten führt und am prachtvoll gestalteten Westportal der benachbarten Nikolaikirche endet, ist der sogenannte Buttergang. Im anderen Durchgang, welcher wiederum von Süden in Richtung Norden führt, direkt auf den Alten Markt, findet man eine imposante zweigeschossige Galerie mit vierzehn Säulen und einem Lichthof vor, bei welcher man sich gestaltungstechnisch sehr stark an der schon existierenden Galerie des Heilgeistklosters orientierte. Davon dass das Rathaus in früheren Zeiten auch als städtisches Kaufhaus gedient hat, kann man unter anderem an vierzig Verkaufsbuden sehen, welche sich im Erdgeschoss des Hauses befunden haben. Auch die sechsschiffige und elfjochige gewölbte Kellerhalle, welche in der damaligen Zeit als Lager und Tuchhalle diente und eine über 1400 Quadratmeter großen Grundfläche besitzt, zählt zu den größten Kellerhallen, welche im mittelalterlichen Europa errichtet worden sind.

Doberaner Münster

Doberaner Münster

Doberaner Münster

Berno hieß der Mönch aus dem Zisterzienserkloster Amelungsborn, der im Jahre 1156 in das Land der Obotriten kam, um diese zum Christentum zu bekehren. Kein Geringerer als Heinrich der Löwe machte ihm zum Bischof von Mecklenburg, eine Aufgabe die er gerne annahm. Nachdem die zerstörte Burg in Schwerin im Jahre 1160 wieder aufgebaut wurde, verlegte Berno den Sitz seines Bistums nach Schwerin. Von hier aus sollte die weitere Christianisierung Mecklenburgs weitergehen. Von allen Mönchen die je mecklenburgischen Boden betraten, dürfte Berno wohl derjenige gewesen sein, der hierzulande die meisten Spuren hinterlassen hat. Nicht nur der Schweriner Dom zeugt von seinem Gründer, auch die viele Kirchen und einige Klöster sind auf sein Wirken zurückzuführen. Auch bei der Zerstörung der Jaromarsburg am Kap Arkona im Jahre 1168 sollte er teilnehmen, schließlich hatte er vor, sämtliches Land nördlich der Peene seinem neuen Bistum zugehörig zu machen.

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Schloss Güstrow

Als General Wallenstein ging Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein in die Geschichte ein, der ein auch paar Jahre als Herzog Albrecht VIII. zu Mecklenburg die Geschicke des Herzogtums führen sollte. In relativ zentraler Lage seines Herrschaftsgebietes befand sich die Stadt Güstrow, deren Schloss eine angemessene Residenz für ihn darstellte. Dieses ließ sich einst Ulrich von Mecklenburg errichten, welcher im Jahre 1556 Regent des Teilherzogtums Mecklenburg-Güstrow wurde. Während sein Bruder Johann Albrecht im repräsentativen Schloss von Schwerin residierte, aus dieser Zeit stammt das mit roten Terrakottaplatten geschmückte Lange Haus, welches sich bis heute erhalten hat, und sich in Wismar den Fürstenhof errichten ließ, konnte man seine Güstrower Burg als relativ schlicht bezeichnen. Diese stammte aus der Erbmasse der Fürsten von Werle, wurde von diesen anstelle der vormaligen Burg Güstrowe Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet und als Residenz auserkoren. Ein Feuer sollte Ulrich entgegenkommen, denn durch den zerstörten Südflügel seiner Burg hatte er einen guten Vorwand etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich an dessen Stelle ein repräsentatives Schloss bauen zu lassen.

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Burg Löcknitz

Einzig der Bergfried, Mauerreste und ein paar Nebengebäude zeugen heutzutage von der einstigen Burganlage, welche die frühere Grenze zwischen Pommern und Brandenburg sicherte. Schon zu früheren Zeiten siedelten sich am Ufer der Randow die Ukranen an, wo eine Furt den idealen Standort für eine Burg bildete, welche das westlich der Randow gelegene Land der Ukranen vor den Übergriffen ihrer Nachbarn schützen sollte. Die unter dem Namen Lokenitza bekanntgewordene slawische Burganlage war von Mooren und Sümpfen umgeben, die Ukranen nutzten wie bei allen slawischen Burgbauten die natürlichen Begebenheiten der Landschaft, um ihre Burg Lokenitza zu errichten. Dank der Via Imperii die von Stettin aus in Richtung Süden verlief, war der Standort der Burg auch für Barnim I. von Pommern interessant, der im Jahre 1236 durch den Vertrag von Kremmen große Ländereien an die brandenburgischen Markgrafen verlor und nun begann sein Herrschaftsgebiet mittels Errichtung von Burgen und Gründungen von Städten zu sichern. Zu diesen zählen unter anderem die Städte Prenzlau, Stettin, Anklam und Ueckermünde, anstelle der slawischen Burganlage wachte nun eine aus Backsteinen errichtete Burg über die Furt über die Randow.

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Schloss Penkun

Bogislaw X. war in keiner allzu guten Verhandlungsposition. Sein Großvater Barnim I. konnte im Jahre 1250 zwar durch den Vertrag von Landin die bestehende Eventualsukzession tilgen, die einst Wartislaw III. im Vertrag von Kremmen den brandenburgischen Markgrafen zusagte, durch den auch die Uckermark brandenburgisch wurde, die durch die Lehnshoheit resultierende Pflichten sollten die pommerschen Herzöge aber nicht so recht erfüllen, so dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Pommern und Brandenburgern kam. Im Jahre 1270 geriet durch den ersten Frieden von Prenzlau ganz Pommern unter die Lehnshoheit der Brandenburger, dass die pommerschen Herzöge auf diese nicht allzu gut zu sprechen waren dürfte verständlich sein. Im Jahre 1477 heiratete Herzog Bogislaw X. Margarete von Brandenburg in Prenzlau, eine Hochzeit welche eine größere Auseinandersetzung nach sich ziehen sollte, denn diese gebar ihm keine Kinder. An dieser Stelle betritt ein gewisser Werner von der Schulenburg das Parkett der Geschichte, der diese pikante Angelegenheit für beide Seiten gütlich regeln sollte.

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Schloss Griebenow

Wahrscheinlich dürften es schwere Zerstörungen gewesen sein, welche das Kloster Eldena bewogen haben, sich von seinem im Jahre 1219 gegründeten Gut Griebenow zu trennen und die Familie von Rausche zu verkaufen. Während des Rügischen Erbfolgekrieges zogen die Mecklenburger Oktober des 1327 Jahres plündernd in Richtung Greifswald und mussten sich vor Griebenow geschlagen geben. Bekanntlich verloren sie nicht nur diese Schlacht, sondern auch den Rügischen Erbfolgekrieg, so dass die pommerschen Herzöge letztendlich in den Besitz des Fürstentum Rügen gelangen sollten. Dann legte sich der Nebel der Geschichte über den Ort, der sich erst wieder nach dem Dreißigjährigen Krieg lichten sollte, als der der Besitz vakant wurde, da die von Rausches, wie auch die pommerschen Herzöge, während des Krieges im Mannesstamm ausstarben. Der deutschstämmige schwedische Finanzbeamte Gerdt Antoniison Kewenbringk sollte es sein, dem die schwedische Krone mit der Verwaltung der herzoglichen Ämter betraute. Diese war offensichtlich mit seiner Arbeit so zufrieden, dass er später auch zum Kämmerer für die pommerschen und mecklenburgischen Besitzungen ernannt wurde.