Jacobikirche Greifswald

Jakobikirche Greifswald
Jakobikirche Greifswald

Die kleinste der drei Kirchen in der Greifswalder Altstadt ist die St. Jacobi-Kirche wird aufgrund ihrer Größe auch Kleiner Jakob genannt. Ursprünglich lag der Teil der Stadt in der sich diese Kirche befindet, in der Greifswalder Neustadt, er ging aber bei der Erweiterung der Stadtmauer in der Altstadt auf. Die Kirche wurde Jakob geweiht, dem Schutzpatron der Reisenden und Fischer. Die St. Jacobi-Kirche besaß ursprünglich einen zweischiffigen Grundriss, welcher um das Jahr 1400 zu einem dreischiffigen Grundriss verändert wurde, wobei die ursprüngliche Breite der Kirche nicht verändert wurde. Deshalb wurden nur die Stützpfeiler verlagert und die Außenschiffe fielen dementsprechend schmal aus. Da die St. Jacobi-Kirche durch napoleonische Truppen unter anderem als Feldbäckerei genutzt wurde, sind während dieser Besatzungszeit die meisten mittelalterlichen Ausstattungsgegenstände verloren gegangen.

Im östlichen Mittelschiffgewölbe kann man aber noch ein gotisches Deckenfresko bewundern. Das älteste noch vorhandene Inventarstück ist der Taufstein aus Granit, welcher in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts gefertigt wurde. Die ursprüngliche Orgel und die Kirchturmspitze wurden bei einem Brand im Jahre 1955 völlig zerstört. Beim Wiederaufbau wurde aber der ursprüngliche Fachwerkaufsatz mit einem kleineren Grundriss weggelassen und stattdessen nur eine einfache Spitze errichtet. Diese Kirche mag zwar nicht so imposant wie die anderen beiden Kirchen der Stadt sein, Casper David Friedrich widmete ihr aber die größte Aufmerksamkeit in seinem Schaffen, indem er die architektonischen Strukturen dieses Gebäudes in einigen seiner Werken verwendete.