Kniepertor Stralsund

Kniepertor Stralsund
Kniepertor Stralsund

Das im Norden der historischen Altstadt von Stralsund gelegene Kniepertor wurde zum ersten Mal im Jahre 1293 in einer Urkunde erwähnt. Seinen Namen erhielt das Stralsunder Stadttor nach einer einflussreichen Bürgerfamilie, welche im dreizehnten Jahrhundert in der Hansestadt wirkte. Sein heutiges Aussehen bekam das Kniepertor im fünfzehnten Jahrhundert. Im Jahre 1874 entging das Tor einem geplanten Komplettabriss, welcher dem steigenden Verkehrsaufkommen in der Stadt geschuldet war, nur dadurch, dass stattdessen ein benachbartes Haus abgebrochen wurde.

Bei diesem Abriss mussten aber auch das Torschreiberhaus und das Außentor weichen, so dass seitdem von der ursprünglich vorhandenen Doppeltoranlage nur noch das Innentor erhalten geblieben ist. Das Stralsunder Kniepertor, mit seinem ziegelgedeckten Spitzdach, fällt mit seinen 20,8 Metern Höhe deutlich niedriger als das Kütertor aus. Der Grundriss des Tores ist rechteckig. Es weist eine Breite von 11,5 Metern und eine Tiefe von 8,6 Metern auf. In der Umgebung des Tores findet man das Theater Vorpommern und die Sundpromenade, die am Tor beginnende Knieperstraße führt direkt zum Alten Markt von Stralsund.