Verkaufsoffene Sonntage in Rostock

Kröpeliner Straße in Rostock

Kröpeliner Straße in Rostock


Die Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern (BädVerkVO M-V) regelt übrigens nicht nur die Öffnungszeiten der Geschäfte in den Ostseebädern, sondern auch die Sonderöffnungszeiten in einigen größeren Städten des Bundeslandes. Schaut man sich einmal die genauere Bezeichnung dieser Verordnung an, welche im gesamten Wortlaut Verordnung über erweiterte Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten, Weltkulturerbestädten sowie in anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr heißt, dann fällt auf, dass es sich nicht unbedingt um die bekannten Seebäder handeln muss, wo an Sonntagen die Geschäfte öffnen dürfen. Im Gegensatz zu den Ostseebädern, in welchen man an jedem Sonntag während der Saison, die nach der geltenden Verordnung am letzten Sonntag im März beginnt und am letzten Sonntag im Oktober endet, einkaufen kann, sieht es bei den übrigen Orten etwas anders aus.

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Während die Bäderverkaufsverordnung den beiden Weltkulturerbestädten Stralsund und Wismar jeweils sechzehn Wochenenden zugesteht, an denen sie den Gewerbetreibenden in ihren Altstädten Sonderöffnungszeiten erlauben können, fällt die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl für die sogenannten anerkannten Ausflugsorte und Ortsteile mit besonders starkem Fremdenverkehr mit sechs Terminen deutlich geringer aus. Die Hansestadt Rostock ist bei diesem Gesetz in einer etwas komfortableren Situation, denn diese Stadt erfüllt gleich mehrere Bedingungen. Zum einen gehört die historische Altstadt von Rostock mit zu den hochfrequentiertesten Ausflugszielen in Mecklenburg-Vorpommern, zum anderen gehören mit Warnemünde und Hohe Düne gleich zwei Ostseebäder zum Gebiet der Hansestadt. Aber auch die beiden an der Ostseeküste liegenden Stadtteile Diedrichshagen und Markgrafenheide sind laut dieser Verordnung anerkannte Erholungsorte, weshalb auch hier die Bäderregelung greift und während der Saison die hiesigen Geschäfte geöffnet werden können.

Man sollte aber auch beachten, dass die durch die Bäderverkaufsverordnung ermöglichten Sonderöffnungszeiten zeitlich beschränkt sind, und daher kürzere Öffnungszeiten gelten. Nach der geltenden Verordnung können die Läden nur während der Zeit zwischen 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet werden, und auch nur dann, wenn sie von ihrem Sortiment aus der Regelung genügen, denn bestimmte Produkte dürfen nicht an diesen Tagen verkauft werden, da diese nicht zur Grundversorgung der Urlauber gehören. Von der Regelung nicht betroffene Läden sind unter anderem Möbelhäuser, Autohäuser oder Baumärkte. Aber auch größere Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Herde oder Fernseher können nicht an den verkaufsoffenen Sonntagen erworben werden. Wer also den Gedanken in sich trägt, sich unbedingt sonntags derartige Geräte zuzulegen zu müssen, braucht sich daher nicht auf den Weg in die Hansestadt Rostock zu machen.

Zur Auswahl steht aber nach Worten des Gesetzgebers ein sogenanntes für diese Orte kennzeichnendes typisches touristisches Angebot zur Verfügung. Hierunter fallen die gewöhnlichen Supermärkte, von denen man im Ostseebad Warnemünde einige vorfinden kann. Aber auch Bücher, Kleidung, Schuhe, Sportartikel und kunstgewerbliche Produkte fallen unter die Regelung der Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern. Für diejenigen Leute, welche sich während der Saison im Ostseebad Warnemünde aufhalten, besteht daher die Möglichkeit, an Sonntagen derartige Produkte erwerben zu können. Im Gegensatz zu den Ortsteilen, welche direkt an die Ostsee grenzen, sieht es für die Rostocker Altstadt schon wieder etwas anders aus, denn während dort der ganze Stadttteil von der Regelung betroffen ist, sind in der historischen Altstadt von Rostock nur einige Bereiche von den Sonntagsöffnungszeiten begünstigt. Und das sind im Übrigen diejenigen mit dem meisten Besucherverkehr.

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Zu den Begünstigten gehören die Läden in der Kröpeliner Straße und der Langen Straße, in der Steinstraße, am Neuen Markt, sowie diejenigen Geschäfte am Steintor und am Rosengarten. Weiterhin zählt auch das Gebiet des Stadthafens dazu, der aber südlich durch das Warnowufer beziehungsweise die Straße Am Strande zur Altstadt hin begrenzt ist. Eines der von der Bäderverkaufsverordnung begünstigten Einkaufszentren findet man direkt am Kröpeliner Tor. In dem nach dem erhaltenen Stadttor benannten Kröpeliner-Tor-Center findet man ein großes Angebot an verschiedensten Geschäften. Die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage in der Rostocker Altstadt sind aber recht übersichtlich, zumeist fallen die Termine in den Frühling, Herbst und Winter, während im Sommer mehr der Focus auf das Ostseebad Warnemünde gelegt wird, wo zum Beispiel jedes Jahr im August die Hanse Sail stattfindet. Während der warmen Jahreszeit wird daher eher das Mitternachtsshopping in der Rostocker Innenstadt veranstaltet, bei dem die Geschäfte an mehreren Samstagen bis um Mitternacht geöffnet haben dürfen.

verkaufsoffene Sonntage in Rostock
04. Februar 2018 (Warnemünde)
24. Juni 2018
30. September 2018
20. Oktober 2018
02. Dezember 2018