Zeughaus Greifswald

Zeughaus Greifswald
Zeughaus Greifswald
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Das Gebäude sieht auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Speicher aus, dabei verbirgt sich hinter diesen alten Gemäuern viel mehr Geschichte als man vielleicht annehmen würde. Im Mittelalter diente das Gebäude als Zeughaus der Stadt. In diesem wurden unter anderem die Waffen gelagert, welche die städtische Bürgerwehr für die Verteidigung der Stadt benötigte. In den Räumlichkeiten wurden diese Waffen auch repariert. Im Angriffsfall konnte man aufgrund der zentralen Lage des Zeughauses in der Stadt jeden bedrohten Abschnitt der Stadtmauer recht schnell erreichen.

Im Zeughaus lagerte man aber auch andere Sachen wie beispielsweise das städtische Schafott. Dieses wurde in Einzelteile zerlegt im Obergeschoss gelagert des Zeughauses, von wo man es dann bei Bedarf herausholte. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Zeughaus nicht mehr benötigt und es erfolgte ein Umbau, nach welchem es als Getreidespeicher genutzt wurde. Die mit Getreidehandel reich gewordene Familie Weißenborn, welche mehrere benachbarte Speichergebäude besaß, erwarb den Speicher von der Stadt und nutzte sie für die Lagerung ihres Getreides.

Zu DDR-Zeiten wurden in dem Speicherhaus andere Waren gelagert und aufgrund mangelnder Instandsetzungen verfiel es zunehmend. Nach der Wende bot es einen recht trostlosen Anblick, die meisten Leute hätten damals auf einen Abriss gewettet, welcher aber zum Glück nicht kam. Stattdessen wurde der alte Speicher von Grund auf saniert. Dabei wurde unter anderem auch die historische Dachkonstruktion mit dem Hausbaum wieder hergestellt und soweit es ging, wurde das ursprüngliche Baumaterial wiederverwendet. Heute befinden sich in dem Gebäude Büroräume, weshalb diese Räumlichkeiten für gewöhnlich nicht für die Öffentlichkeit zugängig sind.