Verkaufsoffene Sonntage in Neubrandenburg

Turmstrasse in Neubrandenburg

Turmstrasse in Neubrandenburg


Der Zweite Weltkrieg hat zwar große Schäden in der historischen Altstadt von Neubrandenburg hinterlassen, dank der fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigung mit ihren vier Toren und den markanten Wiekhäusern in der Stadtmauer hat es die Stadt geschafft, bei der Festlegung der Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern (BädVerkVO M-V) unter die Kategorie anerkannter Ausflugsort und Ortsteil mit besonders starkem Fremdenverkehr zu fallen. Die Stadtmauer mit Fangelturm, Friedländer Tor, Stargarder Tor, Neuem Tor und Treptower Tor bildet nach dieser Verordnung auch die Grenze, für die diese Ausnahmeregelung in Neubrandenburg gilt. Neubrandenburg ist zwar die Kreisstadt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, da die Stadt aber kein Kur- und Erholungsort wie beispielsweise Waren (Müritz), Malchow, Röbel, Mirow oder Wesenberg ist, welche von Ende März bis Ende Oktober jeden Sonntag öffnen dürfen, ist Neubrandenburg in der selben Situation wie beispielsweise die Städte Rostock, Schwerin und Greifswald.

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Diesen ist nach der Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit einräumt worden, sechs beliebige Sonntage zu bestimmen, an denen die einheimischen Einzelhändler ihre Läden für ihre Kunden öffnen dürfen. Hierbei gibt es aber auch Beschränkungen auf die Arten von Produkten, die an den Sonntagen verkauft werden dürfen. Da sich die Regelung an die touristischen Bedürfnisse richtet, ist es nur erlaubt Produkte zu verkaufen, die man als Tourist kaufen würde. Unter anderen fallen darunter Bücher und Zeitschriften, Bekleidung und Schuhe oder Lebensmittel. Anderen Einzelhändlern wie beispielsweise Baumärkten, Möbelhäusern und Autohäusern ist der Verkauf durch die Bäderverkaufsverordnung von Mecklenburg-Vorpommern explizit verboten worden. Sollte man derartige Dinge kaufen wollen, braucht man sich daher nicht an diesen Tagen in die Neubrandenburger Altstadt zu begeben. Da die Anzahl der Termine auf sechs beschränkt wurde, ist es recht schwierig, die verkaufsoffenen Sonntage über das ganze Jahr zu verteilen. So gibt es für gewöhnlich eine Häufung zum Jahresende hin, wo einige größere Veranstaltungen in Neubrandenburg stattfinden, die zusätzlich Besucher in die Stadt locken.

Unter anderen wäre da das Mecklenburger Oktoberfest, welches in jedem Jahr auf der Festwiese am Tollensesee veranstaltet wird, oder der Weberglockenmarkt zu nennen, wie übrigens der hiesige Weihnachtsmarkt heißt. Dieses findet auf dem Marktplatz der Stadt statt, neben dem sich das Marktplatz-Center befindet, in dem über sechzig verschiedene Geschäfte zu finden sind, die neben der Treptower Straße und Turmstraße, welche die Einkaufspromenade von Neubrandenburg bilden, an den verkaufsoffenen Sonntagen auf ihre Kunden warten. An diesen Tagen sind die von der Bäderverkaufsverordnung betroffenen Läden und Geschäfte in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Neben den verkaufoffenen Sonntagen veranstalten die Neubrandenburger Einzelhändler übrigens an mehreren Samstagen im Jahr ein sogenanntes Latenight-Shopping, bei dem die Öffnungszeiten für gewöhnlich bis 23:00 Uhr verlängert werden.

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