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Weihnachtsmarkt Wismar

Weihnachtsmarkt Wismar

Weihnachtsmarkt Wismar


Für gewöhnlich ist es die Wasserkunst, welche die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn man den Marktplatz von Wismar besucht, denn das im Jahre 1602 fertiggestellte Überbleibsel der mittelalterlichen Wasserversorgung im Stil der niederländischen Renaissance ist das bekannteste Wahrzeichen der alten mecklenburgischen Hansestadt. Das ändert sich zumindest für ein paar Wochen im Jahr, wenn der Wismarer Marktplatz den Weihnachtsmarkt beherbergt und das schon am Rande des Platzes stehende Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes im Abseits steht. Während ringsherum die Buden und Fahrgeschäfte mehr oder weniger weihnachtlich beleuchtet sind, steht das einst von Philipp Brandin errichtete Bauwerk fast im Dunklen. Für ein schönes Erinnerungsfoto von der Wasserkunst ist die Adventszeit jedenfalls nicht geeignet.

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Der Blickfang des Wismarer Marktplatzes während dieser Zeit ist die zweifelsfrei Weihnachtstanne, die traditionell ihren Platz in der Mitte des Platzes findet, der mit seinem Hektar Fläche bekanntlich der größte Marktplatz Norddeutschlands ist, und daher zumindest auch flächenmäßig einen der größten Weihnachtsmärkte Mecklenburg-Vorpommerns beherbergen kann. Darin liegt auch der Grund, weshalb man in der Hansestadt Wismar fast das gesamte Angebot des hiesigen Weihnachtsmarktes konzentriert an einem einzigen Platz vorfindet. Eine der wenigen Ausnahmen findet man direkt im Alten Hafen, wo der Weihnachtsmann traditionell mit einem Segelschiff anlandet, bevor er sich mit einer Kutsche auf den Weg macht, um vom Balkon des Rathauses aus den Weihnachtsmarkt zu eröffnen.

Vierhundert Quadratmeter ist sie groß, die Eisbahn von Wismar, welche an sich nicht direkt zum eigentlichen Weihnachtsmarkt gehört, aber für viele eine gute Ergänzung darstellt. Die Saison der Eisbahn ist aber nicht wie bei anderen Weihnachtsmärkten in Mecklenburg-Vorpommern, welche auch mit Eisbahnen aufwarten können, an deren jeweilige Öffnungszeiten gebunden, denn diese beginnt in Wismar schon Anfang November und endet für gewöhnlich erst Mitte Februar. Wer sich während der Festtage nicht zurückhalten konnte, kann also noch einige Wochen nach dem Fest sich sportlich betätigen, und dabei ein paar der zu Weihnachten angefutterten Pfunde beim Schlittschuhlaufen wieder verlieren. Da der eigentliche Weihnachtsmarkt eigentlich eher wenige Stände mit weihnachtlichem Kunsthandwerk zu bieten hat, muss man in Wismar die beiden traditionellen Kunsthandwerkermärkte besuchen, welche jeweils ein einem anderen Adventswochenende abgehalten werden.

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Für den ersten braucht man sich nicht allzu weit von der Eislaufbahn entfernen, denn am zweiten Adventswochenende gibt es traditionell in der Markthalle am Alten Hafen einen Weihnachtsmarkt mit kunsthandwerklichen Produkten. Am dritten Adventswochenende ist es die Georgenkirche, sowie der Platz vor ihr, die sich an diesem in einen besinnlichen Kunsthandwerkermarkt verwandelt. Mit ihrer letzten Ausfahrt locken die Wismarer Fischer mit ihrer Seemannsweihnacht zahlreiche Schaulustige in den Alten Hafen, wo sie am frühen Nachmittag ein kleiner maritimer Weihnachtsmarkt mit einem entsprechenden Unterhaltungsprogramm erwartet, bevor sich die festlich geschmückten Schiffe sich gemeinsam auf eine Lichterfahrt auf der Wismarbucht begeben. Es sind aber nicht nur die Fischkutter, die sich auf diese Fahrt aufmachen, denn auch die Poeler Kogge Wissemara, einige Traditionsschiffe und die hiesigen Fahrgastschiffe begleiten die Fischer auf ihrer letzten Ausfahrt des Jahres.

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Soviel maritimes Flair hat der auf dem Marktplatz abgehaltene Weihnachtsmarkt nicht zu bieten, hier ist es eher die Geschichte der Stadt, die sich im Angebot der verkauften Produkte widerspiegelt. Bekanntlich gehörte die Hansestadt Wismar, wie auch Vorpommern, jahrhundertelang zum Herrschaftsgebiet des schwedischen Königreiches, wovon unter anderen die bekannten Schwedenköpfe zeugen, entsprechend viele skandinavische Spezialitäten, darunter auch den schwedischen Glögg, der auch für die Kinder eine Alternative zum alkoholhaltigen Glühwein ist, kann man an den Verkaufsständen vorfinden. Aber auch alte schwedische Traditionen werden in Wismar gepflegt, so das traditionell am 13. Dezember begangene Luciafest, bei dem die schwedische Lichterkönigin Lucia mit ihrem Gefolge der Welt das Licht bringt. Damit steht Wismar aber nicht allein da, denn auch in anderen ehemals schwedisch regierten Hansestädten wie Stralsund und Greifswald schaut die Lichterkönigin Lucia vorbei.

Ebenso wie die Städte Schwerin Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg nutzt die Hansestadt Wismar den letztmöglichen verkaufsoffenen Sonntag des Jahres um die Attraktivität des hiesigen Weihnachtsmarktes zu erhöhen. Wer am ersten Advent den Wismarer Weihnachtsmarkt besucht, kann dies am Nachmittag mit einem Einkaufsbummel durch die Läden und Geschäfte der Altstadt verbinden. Während sich die Kleinen mit den Karussells vergnügen, kann man sich auf die Suche nach den noch fehlenden Weihnachtsgeschenken begeben. Wem die Angebote des Wismarer Weihnachtsmarktes nicht reichen sollte, kann dank der günstigen Lage der Stadt entweder den im Osten gelegenen Rostocker Weihnachtsmarkt, welcher der größte Weihnachtsmarkt Mecklenburg-Vorpommerns ist, oder den im Süden gelegenen Schweriner Weihnachtsmarkt besuchen, oder in Richtung Westen über die Landesgrenze fahren, wo die Hansestadt Lübeck sich während der Adventszeit in die Weihnachtsstadt im Norden verwandelt.

Internet

www.wismar.de

Öffnungszeiten

Montag 11:00 – 20:00 Uhr
Dienstag 11:00 – 20:00 Uhr
Mittwoch 11:00 – 20:00 Uhr
Donnerstag 11:00 – 20:00 Uhr
Freitag 11:00 – 21:00 Uhr
Samstag 11:00 – 21:00 Uhr
Sonntag 11:00 – 20:00 Uhr

Termine

26. November bis 21. Dezember 2018
27. November bis 22. Dezember 2017